Crash im Zeitfahren trotzdem noch Platz3 Platz 2 im Straßenrennen

 

UCI EC Schweiz2019 1

 

Das Zeitfahren fand auf der gleichen Strecke wie die erste Etappe zum „Tour de Swiss“ Auftakt statt. Am Vortag fuhr ich die Strecke ab und wusste dass ich bei der Wende, an den ersten beiden Kurven, aufpassen muss. Das habe ich auch wie geplant umgesetzt, doch überraschender Weise war das geplante Durchrollen in der dritten Kurve zu schnell und ich konnte einen Sturz in die Absperrung nicht mehr verhindern, am Vortag hatte ich hier überhaupt keine Probleme. Zuerst erschreckte ich mich, da ich sofort Blut an der linken Schulter sah. Ich suchte meine „Sachen“ zusammen und bin mal losgefahren und da ich mich dabei nicht sehr schlecht fühlte, fuhr ich das Rennen zu Ende, auch wenn nicht mehr bei ganz 100%. Es war schade denn die erste Hälfte lief sehr gut und ich hatte das Ziel über die 14min eine persönliche Bestleistung aufzustellen.

Ich fand mich im Ergebnis sogar noch auf Platz 3 ( 2sec hinter Christian Giera (POL) und 24sec hinter Rafal Wilk (POL), was aber sehr nebensächlich war. Ohne den Sturz der Gesamt mindestens 40sec gekostet hat und einer besseren zweiten Hälfte, wäre ich sicher weiter vorne gewesen. Im Endeffekt habe ich nun einige Schürfwunden und eine Fleischwunde an der linken Schulter die 3 „Butterfly Pflaster“ benötigte. Es ärgert mich brutal da es ein total unwichtiges Rennen ist und ich vorher noch sagte, dass ich nichts riskieren werde. So richtig vorwerfen kann ich mir aber auch nichts, es ist einfach blöd gelaufen.
Zum Glück keine größere Verletzung!


Das Straßenrennen war sehr technisch, und wurde als Kriterium auf einem 1,9Km Rundkurs ausgetragen.
In vier 180° Kehren und einem kurzen steilen Hügel ging es über 1h und eine Runde. In Runde 5 konnte ich mich zusammen mit Mathieu Bosredon (FRA) und Rafal Wilk (POL) absetzen. Bis Minute 55 waren wir dann zusammen, ich habe immer wieder attackiert und die Belastung hoch zu halten und 5min vor Ende konnte ich mich etwas lösen. Da Rafal Wilk in den Kurven einfach schneller ist konnte er wieder zu mir aufschließen und in den letzten drei Runden hat er mir in den Kurven immer wieder 5Meter abgenommen. Der Sturz gestern war mir genug, weswegen ich achtsam blieb und so kam ich 2sec hinter ihm ins Ziel. Vom Ergebnis war dieses Wochenende ja auch vollkommen OK, aber den Sturz hätte ich mir natürlich gerne erspart.

Nun bin ich schon in der Nähe von Verbier (CH) wo ich ab Morgen die Alpen eine Woche unsicher mache und danach geht es noch in die Pyrenäen. Am 06.07. nutze ich den Rückweg, um einen weiteren Europacup in Elzach (GER) zu fahren.

 

UCI EC Schweiz2019 2

 

 

Bericht und Fotos.: Tiggertom